Eisenach und das Bild der Elisabeth von Thüringen
Gestern erwähnte ich in
meinem Tagebuch, Karteikarten und große Frauen der Geschichte. Auch ist
eine von Elisabeth von Thüringen dabei.
Da kann ich mich an ein Bild erinnern. Ich war ein ganz junges Mädchen und
meine Mutter und ich lebten nach unserer Flucht aus Danzig auf einem
kleinen Dörfchen in der Nähe von Erfurt. Als die Schule wieder eröffnet
wurde (Alle Klassen in einem Raum) da hatte ich das Glück einen Lehrer zu
haben, der mich sehr prägte. Dieser fuhr dann auch mal, als die Züge
wieder fuhren, mit uns nach Eisenach und wir besuchten u.a. die Wartburg.
Eine weite Strecke mussten wir hin und zurück zu Fuß zurücklegen, um
überhaupt einen kleinen Bahnhof zu erreichen. Auf der Wartburg zog mich
dann das Bild der Landgräfin wie magisch an. Sie hatte Rosen in in ihren
Händen. In einer Legende heißt es. Sie verteilte oft Brot an die Armen,
das sie in ihrer Schürze trug. Als nun ihr Ehemann mal überraschend vor
ihr stand, und wissen wollte, was sie da in
ihrer Schürze habe und sie sie aufmachte, war es kein Brot mehr,
sondern es waren Rosen.
Einen
Brunnen gab's auch auf der Wartburg, und er war sehr tief - so kam es mir
damals vor - war abgesichert und wir konnten nur durch Draht durchgucken.
Ein bisschen erschauerte ich vor der Tiefe.
Sie zog mich aber auch wie magisch an.
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