Im Rosenreich

In meiner Fantasie erschuf ich mir einen Zaubergarten,
mit einem Brunnen, Bäumen, Sträuchern, Pflanzen,
eine Fülle der wunderschönsten Blumen.

Alles durften wachsen, wie es  wollte.
Seltene und andere Vögel gab es dort
und  Schmetterlinge in den schillerndsten Farben.
Und Kräuter in Hülle und Fülle.

Wenn die Sonne in diesen Garten schien, konnte ich einen
betörenden Duft wahrnehmen.
Und mein ganz besonderer Platz war auf dem Brunnenrand.
Dieses wurde mein Kraftplatz, denn inzwischen weiß ich,
er führt zur Quelle, zu meiner inneren Quelle,
aus der ich schöpfen kann.

Ich saß also dort, atmete tief und ruhig, schaute auch
hin und wieder in den Brunnen, erschauerte ein bisschen
vor der Tiefe, der Dunkelheit dort unten.
Doch dann fielen Sonnenstrahlen hinein, und es war,
als tanzten nun goldene Sternchen darin. 

Ich stand auf, pflücke mir eine Rose, umschloss sie mit beiden Händen,
hob sie an die Nase, und saugte ihren Duft regelrecht ein.
Ich betrachtete sie eingehend, wollte mehr von ihr wahrnehmen,
da war's, als ob ein winziges, kleines Wesen lachte und zu mir sagte: 

" Willkommen im Rosenreich. "

      
Das Glück kommt zu denen, die es schätzen
und gerne annehmen.

 



 

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