Mein  Brunnenplatz


            

 Es macht langsam Freude in meinen inneren Garten zu gehen.
Wieder sitze ich auf dem Brunnenrand und nun warte ich schon
auf meinen kleinen Freund, der sich  "Zwergnase" nennt.
Vorerst höre ich jedoch nur leise, wie ein Wispern.
Heute mache ich dich mit den Bäumen, Sträuchern, Blumen bekannt.
Du hast sie in deinem Garten erschaffen,
doch was weißt du wirklich von ihnen?

Durch die Bäume, Sträucher, Blumen und Gräser streicht der Wind.
Ein Rauschen, ein Raunen, ein Wispern und Flüstern.
Sie wiegen sich hin und her. Leben ! Und es ist, als würden sie meinen kleinen Freund verstehen, und mich begrüßen. Schon hüpft er auf den Brunnenrand, ich drehe mich zu ihm hin. Wir schauen uns in die Augen. Heute ist er ernst, bedächtiger auch in seinen Bewegungen.
Schau, sagt er mit einer einladenden Handbewegung, schau dich um,
schau in die Runde, überall unsere Mutter, die Erde.
Und du, er sieht mir wieder eindringlich in die Augen, bist ein Teil von ihr. Du bist hierher gekommen, um all das wahr zu nehmen.
Gib davon weiter an andere.
Öffne dich weiter deiner Quelle, lasse sie durch dich hindurchfließen.

Er umarmt mich, drückt mir einen kleinen Kuss auf die Wange
und verschwindet, weg ist er.

               




 

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