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Die Sterne
ziehen
ihre
Bahn
Die Sterne ziehen ihre Bahn.
Der Mensch sieht sie von weitem an.
Nur manchmal darf in Feierstunden,
ein feines Menschenohr
erkunden,
die Sprache dieser Sternenwelten,
wo nicht mehr die Gefühle
gelten,
die unser Menschensein durchdringen.
Die Töne, die am Himmel klingen,
sind feierlich und ohne Schwanken
der kleinen menschlichen Gedanken.
Du musst zu ihnen dich erheben,
um ihre Sphäre zu erleben.
Ein Stern klingt nicht für sich allen,
der Umkreis muss zugegen sein.
In Obertönen, Untertönen.
Du musst dich erst daran gewöhnen,
wenn eine Geige zu dir bringt,
was sonst in Sternensphären klingt.
Der Spieler selbst wird Instrument,
das nur die eine Sorge kennt, sein
ganzes Können hinzugeben,
an dieser Himmelsklänge Leben.
Und auch der Hörer muss vergessen,
das Maß der Technik zu ermessen,
verlassen seine Alltagsgleise,
wenn ihm ertönt die Sternenweise.
( Diese Verse schrieb Walter Kühne zur Chaconne
für Violine -
von Johann-Sebastian-Bach )
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