Ich bin alleine zuhause.
Es klingelt. Ich gehe zur Türe, schaue nicht durch den
Spion,
sondern reiße die Türe auf.
Bin etwas perplex, denn dort steht ein Herr, ein
richtiger Herr.
Gut angezogen und mit einem tollen Hut auf dem Kopf.
Ich finde ihn sehr sympathisch, er fasziniert mich
sofort,
hat eine gewisse Anziehungskraft auf mich.
Seine großen Augen schauen mich an,
ein Lächeln geht über sein markantes Gesicht.
Ich: Ich möchte nichts kaufen.
Wir brauchen keinen neuen Staubsauger, keine Versicherungen
und auch sonst nichts.
Er schaut mich weiter an, lächelt noch immer und meint:
Ich will Ihnen nichts verkaufen, ich möchte Ihnen ein Angebot machen.
Langsam werde ich neugierig. Ich bitte ihn herein.
Biete ihm ein Stück Kuchen und Kaffee an.
Er holt etwas aus seiner Aktentasche heraus. Es
knistert.
Er wiederholt noch einmal: Ich mache Ihnen ein Angebot.
Ich: Was für eins?
Eine Bedingung ist dabei, antwortet er, Sie müssen
einen Vertrag
blanko unterschreiben.
Ich zögere, bin hin und her gerissen.
Meine innere Stimme ist ganz ruhig, keine Warnung.
Und ich denke: Eigentlich sieht er sehr vertrauenswürdig aus.
Ich gehe auf den Handel ein. Sage in Ordnung.
Er reicht mir das leere Schriftstück, ich unterschreibe.
Langsam beginne ich zu fiebern und sprudele heraus:
Und, und, und . . .
Er lacht und sagt: Jetzt haben Sie drei Wünsche frei.
Überlegen Sie gut.
Ha, der erste fällt mir schon ein: Gesundheit.
Er zückt sein kleines Buch, trägt den Wunsch ein und macht
ein Häkchen dahinter. Und ich fühle mich so wohl und spüre
eine Energie wie noch nie.
Zweiter Wunsch:
Eine Million, er schreibt, macht ein Häkchen dahinter
und zack die Million liegt auf dem Tisch.
Und der dritte Wunsch ?
Er blickt mich fragend an, den Stift in der Hand?
Tja, das bleibt ein Geheimnis, denn just in diesem
Moment
wache ich aus meinem Traum auf . . .