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Spielfieber - 3 -
Wenn man spielt, ließ sie
mich wissen, ist man besessen.
Die Jahreszeit zieht so vorbei.
Während andere Menschen den Sommer genießen,
saß sie auf diesen hohen Hockern vor den Automaten.
Konnte gar nicht genug haben.
Und kaum zu glauben, doch wahr.
Zeigte ihr der Zähler eines Automaten, dass sie inzwischen 1000 DM hatte,
ließ sie es sich nicht auszahlen, nein sie spielte weiter.
Kein Gedanke, daran zu denken, damit nun nachhause zu gehen.
Und ... meistens spielte sie so
lange bis alles wieder weg war.
Das große innerliche Jammern begann.
Schuldgefühle ließen sie nachts nicht schlafen. Sie konnte sich noch so
oft vornehmen: Morgen mache ich mal Pause, morgen gehe ich nicht hin.
War der neue Tag, der neue Morgen da, war alles vergessen, nur eines
zählte:
Wie spät ist es, wann kann ich los. Hin und wieder fuhr sie schon früher
in die Stadt, guckte hier mal dort rein, doch im Grunde interessierte sie das
nicht.
Nur der Blick immer wieder auf die Uhr.
Wartend stand sie dann schon vor dem Casino, andere kamen hinzu,
die auch rein wollten. Ein wenig fing sie an, sich zu schämen.
Doch schließlich: Wollten die anderen nicht
alle das gleiche, nämlich spielen?
Dann fing sie Erzählbrocken auf, wie andere sich unterhielten.
War am Wochenende da und dort. Sie wurde hellhörig. Fing an zu fragen,
erhielt bereitwillig Auskunft. Nun fing sie an, ihren Ehemann zu beknien:
Könnten wir dort nicht mal hinfahren. Er war gutmütig, tat ihr den
Gefallen.
Sie verbrachten ein Wochenende in einem Kurort.
Sie ging auch mit ihm spazieren usw. doch nur solange das Automatencasino
geschlossen war. Danach verabschiedete sie sich.
Nun ihr Mann konnte sich gut alleine beschäftigen. Unternahm Touren.
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