Marzipan  -  Herstellung   aus  Großmutter's  Zeiten

Man stößt und reibt in einem Steinmörser 500 g süße
abgezogene , gewaschene, gut abgetrocknete, Mandeln,
wobei man ab und zu einige Tropfen Rosen - oder Orangenblütenwasser darüber sprengt.

Dann vermischt man sie mit 500 g feinem Zucker und rührt
bei schwachem Feuer in einer Kasserolle, bis der Mandelteig
nicht mehr an dem Finger festklebt, wenn man darauf tupft.
Dann wirkt man den Teig auf dem mit feinem Zucker bestreuten Backbrette zu einem länglichen Brot zusammen, wickelt es in Papier und bewahrt es bis zum Gebrauche kühl auf. Sollte er dann zu spröde sein, so wirkt man ihn mit ein
wenig Eiweiß geschmeidig.


Marzipankartoffeln
Von der obigen hergestellten Marzipanmasse
rollt man in der Hand walnussgroße Kugeln, sticht mit
einem Hölzchen Augen hinein und rollt sie in Zimt,
oder was noch hübscher aussieht, man biegt sie,
nachdem man sie in Zimt gerollt hat, mit dem Messer
ein wenig auf, so dass sie wie aufgeplatzte Kartoffeln
aussehen.

Auch kann man etwas Marzipan zu dünnen
Stängelchen rollen und kleine Ringe und Brezeln
davon legen, die man in Couvertüre taucht.


( Früher fügte man den 500 g süßen Mandeln noch 30 g bittere hinzu. Inzwischen ist jedoch bekannt, dass Bittermandeln Blausäure enthalten, und lässt es lieber. Vielleicht kann man
ja wenige Tropfen Bittermandelaromaöl nehmen. ) 




Übersicht
                                                       Home