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Eins
mit der Schöpferkraft
In den meisten Menschen ertönt ein Ruf aus seiner
eigenen Seele.
In einer Menagerie wurden ein junger Hund und ein junger
Tiger in demselben Käfig großgezogen. Sie wuchsen
zusammen auf, fraßen zusammen, spielten zusammen
und schliefen zusammen in so vollkommener Eintracht,
als ob sie dieselben Eltern gehabt hätten.
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Da
zu Anfang der Hund größer war als der Tiger, so warf
er sich zum Herrn und Meister auf, nicht nur bei ihren Spielen,
sondern auch bei allen andern Gelegenheiten.
Mit der Zeit aber übertraf natürlich der Tiger den Hund an
Größe und Stärke, aber der Gewohnheit, sich von ihm
beherrschen zu lassen, war er damit doch nicht entwachsen.
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Die
Erinnerung an frühere Gelegenheiten, wo er von den
Zähnen des Hundes gebissen und gezaust worden war,
erhielt ihn in einem bemitleidenswerten Zustand der Furcht
und Unterwerfung.
Obgleich das Tier der Wildnis, hätte es seine Kraft angewandt,
mit Leichtigkeit ein Dutzend solcher Hunde hätte töten können,
konnte es die gewohnte Unterwerfung unter den Genossen der
Kindheit, seinen früheren Herrn und Meister, doch nicht ablegen.
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Die
meisten unter uns gleichen diesem Tiger.
Wir haben uns angewöhnt, uns unter Dinge zu beugen,
die keine Macht über uns haben außer der, die unsere
Einbildung ihnen leiht.
Diese Gewohnheit hat uns so lange in der Knechtschaft
gehalten, bis sie ein Teil unseres Wesens geworden ist.
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Wir
machen uns nicht klar, dass ein Etwas in uns ist, das über
das Schicksal zu lachen vermag, etwas viel Gewaltigeres als
die Kraft eines Tigers, etwas, das wir von Gott unserem Vater
geerbt haben, etwas, das uns zum Herrn der Verhältnisse
und aller Dinge im Weltall macht.
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Orison Swett Marden
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