Blöder  Weihnachtsmann



     
Daniel war 5 Jahre, und Vanessa 2 Jahre alt, als es wieder Weihnachten
werden sollte. Susanne und Manfred waren oft unte
rwegs, um für ihren Sohn das ferngelenkte Auto und für Vanessa die Baby Born (Puppe) zu besorgen. Was gar nicht so einfach war. Glücklich hatten sie ein Feuerwehr-Auto mit befüllbarem Wassertank für Daniel bekommen, und für ihr kleines Mädchen die Puppe. Und sie freuten sich nun auch wie Kinder, sie hatten "die ersehnten Geschenke"! Der Tannenbaum war auch schon im Wald ausgesucht worden, brauchte nur noch geschlagen und abgeholt werden.

Es wurden Kekse gebacken, nachmittags in der Adventszeit die Kerzen angezündet, gesungen, vorgelesen und von Weihnachten erzählt.
Die Spannung wurde immer stärker, die Kinder immer aufgeregter.
Der Heilige Abend kam, sie konnten es kaum noch aushalten.
Alle paar Minuten fragten sie: Kommt der Weihnachtsmann bald ? 
Endlich, endlich war es so weit. Die Bescherung:
Vanessa packt aus, findet ihre Baby Born und ist glücklich.
Fängt sofort an damit zu spielen. Nichts stört sie mehr.
Daniel packt nicht aus, Daniel reißt das Paket auf. Sieht das Feuerwehrauto, enttäuschtes Gesicht. Brüllt: Blöder Weihnachtsmann,
nie bringt er das Richtige ! Und: Hätte ich doch bloß andere Eltern !
Rennt in sein Zimmer. Seine Mama weint. Sein Papa wird zornig.
Daniel's erste Wut verwandelte sich in Traurigkeit.

Plötzlich lugt Daniel durch die Türe: Mama sagt: Gut, dann geh' nach Weihnachten zu unserer Zeitung und gib ein Annonce auf, dass Du Dir neue Eltern suchst. Aber auch angeben, das Du nicht immer nur lieb, sondern auch manchmal ungezogen und frech bist.
Wieder verschwindet Daniel.

Zeit vergeht. Da steht der fünfjährige wieder in der Weihnachtsstube,
und sagt: Ich würde ja das Feuerwehrauto ausprobieren, aber ihr habt ja nicht mal die passenden Batterien!
Batterien waren selbstverständlich da. Er probierte aus, und ...
auf einmal fand er die Feuerwehr doch noch gut. Warum?
 Weil er nun jeden ordentlich nass spritzen konnte !
Und so war dann er Weihnachtsfriede endlich hergestellt.

( Eine wahre Geschichte von unserer Mittwochsnachbarin. 
Mittwochnachbarin nenne ich sie, weil sie immer am Mittwoch
zu uns kommt. Sie erzählte, ich machte Stichworte, und schrieb dann auf )

I. F.




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